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Montag 18 Dezember 2017

Wie wichtig ist der CT? Vorsorgeuntersuchung Herzinfarkt - gesund leben.

Symptome & Vorsorgeuntersuchung Herzinfarkt

Symptome & Vorsorgeuntersuchung Herzinfarkt • Credits: iStock - mytechnews

Ein Viertel derjenigen, die einen Herzinfarkt erleiden, sterben sofort! Männer häufiger als Frauen. Viele Vorsorgeuntersuchungen erkennen verengte Gefäße erst ab einen Grad von 60% bis 70%. Doch das ist meist zu spät. Lest welche Vorsorgeuntersuchung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen was bringt.

Rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen werden vom Bundesministerium für Gesundheit für Herz- Kreislauferkrankungen für Männer und Frauen ab dem Alter von 35 Jahren empfohlen und alle 2 Jahre bezahlt. Wir haben für Euch die auf Prävention spezialisierte Praxis in Hamburg besucht und mit dem leitenden Arzt Dr. Broemel gesprochen. 

Dr. Thomas Broemel behandelt Patienten aus aller Welt. Sie kommen dafür nach Hamburg in das Institut für Herz und Gefäßmedizin am Stephansplatz. Das Motto ist „Krankheiten aktiv zu vermeiden, um Vitalität und Lebensqualität zu erhalten“.

Wichtig für eine Vorsorgeuntersuchung sind die Methoden und die Geräte, die für die Untersuchung genutzt werden. Gängige Geräte erkennen Schäden an Herzkranzgefäßen oder Arterien erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Z.B. kann mit dem Belastungs-EKG eine Verengung eines Gefäßes erst nachgewiesen werden, wenn diese die Schwelle von 75% überschritten hat. Alles darunter ist mit dem Belastungs-EKG nicht nachweisbar. Ein Computertomograph (CT) der neuesten Generation (z.B. Toshiba Aquilion One) kann Verengungen eines Gefäßes bereits ab 0% bis 5% erkennen. Man kann so schon 15 bis 20 Jahre vorher Maßnahmen für sich ergreifen, um eine koronare Herzerkrankung zu vermeiden. 

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Was ist der Herzinfarkt?

Der Herzinfarkt, oder Myokardinfarkt, tritt akut und meist ohne Vorwarnung auf. Durchblutungsstörungen führen nach 20 min. zu einem Absterben von Teilen des Herzmuskels. Deshalb ist bei Symptomen eines Herzinfarktes Eile geboten. Wählen Sie den Notruf 112 und nicht erst den ärztlichen Notdienst. Die meisten Herzinfarkte werden auf arteriosklerotische Gefäßveränderungen zurückgeführt. In diesem Fall bilden sich in über 90% aller Fälle Blutgerinsel (Thromben). Ein Viertel der Betroffenen sterben noch bevor sie ins Krankenhaus gekommen sind. Schafft man es bei einem Herzinfarkt noch rechtzeitig in ein Krankenhaus, liegt die Todesrate nur noch bei 10-12%, so dass zusammengefasst ca. 50% aller Herzinfarkte den Tod zufolge haben. Und das konstant seit über 30 Jahren!

Symptome Herzinfarkt

Starke Schmerzen in der Herzregion oder am Brustkorb. Meistens dauern die Schmerzen länger als 4 bis 5 Minuten und strahlen in den linken  Arm, den Oberbauch, den Nacken, die Schultern oder in den Unterkiefer aus. Des Weiteren entsteht ein beängstigendes Engegefühl im Bereich des Herzens. Man möchte tief einatmen, um die Enge aufzubrechen. Angstschweiß und kalte Haut. Das Gesicht bekommt eine helle ungesunde Gesichtsfarbe. 

Die Symptome eines Herzinfarktes bei Frauen können anders aussehen. So sind es hier öfter als bei Männern Erbrechen und Übelkeit und Schmerzen im oberen Bauch oder die Atemnot. Das tückische an diesen Symptomen ist, dass man sie nicht gleich mit einem Herzinfarkt in Verbindung bringt. Sollten diese Symptome des Herzinfarkts das erste Mal auftreten, rufen Sie vorsichtshalber  112 !!!. Eile ist geboten.

Herzinfarkt vermeiden, aber wie?

Vorsorgeuntersuchungen dienen dazu den Beginn einer Herzkrankheit zu erkennen und Schlussfolgerungen für sich zu ziehen. Also 15 Jahre vor dem Infarkt die Gefahr erkennen und  den Grund für die Gefahr beseitigen so dass es keinen Infarkt gibt. 

Welche technischen Untersuchungsmethoden bei  verengten Gefäßen gibt es und wie genau sind sie? 

Dr. Boemel führt 6 verschiedene Methoden auf. Die Gefäßverengung wird erst ab einem gewissen Prozentwert erkannt: 

  • PET ab 60%
  • Stress-MRT ab 70%
  • Stress-Echo ab 70%
  • Szintigrafie ab 70%
  • Belastungs-EKG ab 75%
  • Cardio-CT ab 0% bis 5%

Wenn herkömmliche Methoden der Vorsorgeuntersuchungen eine Verengung der Gefäße erst ab 60% bis 75% erkennen, stellt sich die Frage, ob ein Lebenswandel den Herzinfarkt noch abwenden kann. Helfen kann bei Risikopatienten die Computertomographie (CT). Hier werden Veränderungen wesentlich früher erkannt. 

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Wie funktioniert die CT?

Bei der CT werden durch Röntgen-Strahlen 3D Schnittbilder der abgetasteten Organe erstellt, so dass man kleinste Veränderungen erkennen kann. Die CT ist die einzige sichere, nichtinvasive Möglichkeit, die Herzkranzarterien eines schlagenden Herzens genau darzustellen. Eine Alternative gibt es hierzu nicht. Bei der CT liegt der Patient in einer Röhre, die sich um den Patienten dreht und Schichtbilder erstellt. Die gemessenen Schichten werden zu 3D Bildern zusammengesetzt und können sogar Veränderungen von 0,1 bis 0,5 mm erkennbar machen.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den CT-Geräten?

Die Computertomographie arbeitet mit Röntgenstrahlen und darf deshalb nicht einfach so eingesetzt werden. Hier macht der Gesetzgeber klare Vorgaben. Doch wie überall in der Technik gibt es große Unterschiede zwischen den Geräten. Die Röntgenstrahlung wird in Sievert (Sv)  gemessen. Das Bundesamt für Strahlenschutz geht von einer natürlichen jährlichen Strahlenbelastung eines Menschen von bis zu 3 mSv (Millisievert), allein durch die Umwelt aus.

Wie viel Röntgenstrahlung bekommt man durch die Computertomographie ab? Bei einer Herz-CT mit einem herkömmlichen CT-Gerät liegt die Belastung bei 6-36 mSv (Daten: Bundesamt für Strahlenschutz). Dr. Broemel nutzt CT's der neuesten Generation, z.B. das Aquilion One von Toshiba. Hier liegt die Belastung im Vergleich unter 3 mSv bei einem Herz-CT, bei der Suche nach den ersten Gefäßschäden sogar nur 0,1 mSv!!!

Wie kommt der große Unterschied zustande? Dr. Broemel verfügt mit dem Toshiba Aquilion One über eines der neuesten CT-Geräte. Das CT-Gerät misst 320 Schichten und kann 640 Schichten errechnen, wodurch eine nichtinvasive Untersuchung möglich ist. Dr. Broemel vergleicht den Vorgang mit einem großen Schachbrett. Eine Person geht um ein Schachspiel einmal herum, merkt sich die Felder der Figuren und zeichnet die Position der Schachfiguren auf - ein Schnittbild entsteht. Stapelt man nun Schachbretter übereinander, entstehen weitere Schnittbilder. Je mehr Schachbretter und Felder nun im Spiel sind, desto genauer ist die Darstellung des CT-Bildes. Im Gegensatz zum MRT ist die Aufnahmedauer eines CT sehr kurz, so dass sogar das Herz innerhalb eines Herzschlages aufgenommen werden kann.

Das CT-Gerät von Aquilion One reduziert die Strahlung um bis zu 75% und hat so hochauflösende Detailbilder, wie kaum ein anderes CT-Gerät auf dem Markt. Mit einer einmaligen Detektorbreite von 16 cm können ganze Organe wie Herz, Leber oder Nieren in nur einer einzigen Umdrehung ganz aufgenommen werden. Eine Rotation dauert dabei nur 0,275 Sekunden. Dabei kann die komplette KHK-Diagnostik durchgeführt werden.

  • Kalzium Score
  • CT-Angiographie der Coronararterien
  • Funktion
  • Perfusion
  • Late Enhancement
  • Plaque Quantifizierung

Hier liegt der Vorteil einer sehr gut ausgestatteten Röntgenpraxis. Die Strahlung wird auf ein absolutes Minimum reduziert und man kann nun in einem sehr frühen Stadium, Verengungen der Herzkranzgefäße erkennen - wie schon oben erwähnt - bis zu 20 Jahre vor einer koronaren Erkrankung. Dadurch hat der Patient auch wirklich noch die Chance, für sich etwas zu ändern. 

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Was kostet die CT-Untersuchung?

Grundsätzlich werden einige Untersuchungen von allen Krankenkassen übernommen. So zahlt die gesetzliche Krankenkasse alle zwei Jahre ab einem Alter von 35 Jahren für Männer und Frauen die Vorsorgeuntersuchung für Herz-Kreislauferkrankungen. Diese beinhaltet allerdings nur die Anamnese, das Belastungs-EKG und diverse Blutuntersuchungen. Ein CT-Check wird i.d.R. nicht übernommen. Anders sieht es bei den Beamten mit Beihilfe oder privat zahlenden Patienten aus. Im Rahmen der GÖA sind die Vorsorgeuntersuchungen meistens mit abgedeckt. 

Der reine Herzcheck startet bei 490€. Bei Risikopatienten ist es umfangreicher. Mit einer CT-Untersuchung kostet der Herz Check 650€ (inkl. Kalkscore). Die Vorsorgeuntersuchung beinhaltet z.B. die Untersuchung rel. Blutwerte (Glukose, Cholesterin, K, CA, NA etc.), einem Herzecho, Belastungs-EKG mit Messung der Sauerstoffaufnahme und des Laktats. Findet die Computertomographie Anwendung, werden die Herzkranzgefäße detailliert dargestellt und hochempfindlich nach Schäden analysiert. Ebenfalls wird eine zentrale aortale Blutdruckmessung durchgeführt.

In einem finalen Gespräch werden dann die Ergebnisse zusammengefasst. Man geht ins Gespräch, um herauszufinden, welche die eigenen Risikofaktoren sind und wie man sie vermindern kann, um gesund zu bleiben.

Welche allgemeinen Risikofaktoren für Herzinfarkt sind anerkannt?

Dr. Broemel zählt die wichtigsten Risikofaktoren auf:

  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie ist eine der häufigsten Ursachen für den Herzinfarkt)
  • danach kommt schon - Migräne (Aura)
  • Nikotin und Alkohol
  • Diabetes
  • Belastung aufgrund der Familie
  • Störungen des Fettstoffwechsels
  • Stress

Blutgruppenabhängig ist der Infarkt auch noch. Blutgruppe AB hat das größte Herzinfarktrisiko, Blutgruppe 0 das Niedrigste.

Schlusswort der Praxis am Stephansplatz: "Das Leben könnt Ihr mit einer Autofahrt vergleichen. Fahrt auf der Sonnenseite, auf der Ideallinie durchs Leben.  Genießt die Reise und vermeidet schlechte Wegstrecken und Unfälle (Krankheiten, Krankenhaus, Operationen). Durch erfahrene Ärzte und „High Tech“ ist die moderne Medizin in der Lage, Euch fast unmerklich auf der Ideallinie zu halten. Gönnt Euch diesen dynamischen Fahrtassistenten. Ihr habt es verdient und könnt es Euch leisten."

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CT Aquilion One Toshiba Medical Systems Europe
Gelesen 4279 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 11 Dezember 2014 18:51

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