https://www.facebook.com/tr?id=832105163502773&ev=PixelInitialized
Sonntag 23 September 2018

Eure Smartphonebilder dank künstlicher Intelligenz sortieren (KI)

ki machen's möglich in Zukunft unsere mediatheken automatisch zu sortieren

ki machen's möglich in Zukunft unsere mediatheken automatisch zu sortieren • Credits: Uwe Wagschal / pixelio.de

Wissenschaft News - KI: Wen nervt es nicht, dass sich tausende Bilder auf unseren Smartphones, PC's, Mac's, Speicherkarten und Festplatten ansammeln? Und was können wir machen, damit hier endlich Struktur reinkommt und die handvoll super toller Bilder, die wir nie mehr missen möchten, schön sortiert in einem Ordner liegen?

Eine Lösung wäre das Aschenputtelprinzip

"Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen." Manuell würde das tausende Stunden dauern. Zeit, die niemand hat. Eine andere Lösung hat Qualcomm: Mit Hilfe von neuromorphen Chips könnten Smartphones in Zukunft, wie wir - Szenen auf Bildern erkennen, einschätzen und für uns ordnen. Daten werden nicht wie bisher gespeichert, sondern erlernt und bei Bedarf auch wieder vergessen.

Was macht neuronale Netze im Bereich der KI so wirkungsvoll?

Innerhalb der neuronalen Netze arbeiten die neuromorphe Chips parallel. Wie Neuronen in unserem Gehirn, sind sie miteinander vernetzt. Das heißt, dass Informationen in verschiedene Richtungen gleichzeitg gehen können, um verarbeitet zu werden. Heute herrscht in der Computerwissenschaft die Von-Neumann-Architektur vor. Die Hardware ist eher allgemein gehalten und die Programme sind speziell auf ihre Aufgabe zugeschnitten. Prozessoren holen die Informationen aus den Speichern und verarbeiten sie anschließend - aber alles schön nacheinander. Für logische Operationen, wie "wenn W = 1, dann führe Befehl YX aus" ist das hervorragend. Doch bei intuitiven Entscheidungen hängen wir Menschen unsere Computer weiterhin locker ab. 

Ein Beispiel der Überlegenheit neuronaler Netze

Chips, die auf Grundlage von neuronalen Netzen arbeiten, können wie wir Fotos und Gesichter erkennen. Für uns Menschen reicht ein Augenblinzeln aus, um das Geschehen auf einem Foto zu erkennen. Unsere Computer können das nicht. Für unsere Wissenschaft News haben wir Euch ein Video eingebunden. Es zeigt einen Roboter von Qualcomm, der lernt von alleine Gegenstände zuzuordnen. Genauso, können KI's zukünftig die Bilder sortieren und unsere Fotoalben für uns ausgemisten. 

Im ersten Schritt hat Qualcomm eine App für Smartphones entwickelt, die die zu fotografierende Szene erkennt und alle Einstellungen  automatisch vornimmt - die Blende, ISO oder die Belichtungszeit etc. Wie eine schwache künstliche Intelligenz erkennt das Programm, ob es sich um ein Sport-, Panorama-, Partymotiv oder ein Portrait handelt. Das Ganze ist in eine App verpackt, die unabhängig vom Telefonnetz funktioniert. 

Charles Bergan (Head of Software Research Qualcom), führt ein weiteres Beispiel auf. So könnte die App auch beim Fussball für einen Schnappschuss, den genau richtigen Moment bestimmen, kurz bevor der Ball ins Tor geht und dann selbständig den Auslöser betätigen. Anwendung in der Gesichtserkennung wurde auf der MIT Technology Review - Emtech Conference ebenfalls demonstriert.

Wie funktinieren neuronale Netze? 

Ich beschrieb die Funktionsweise bereits in einem Artikel über IBM's SyNAPSE Chip, der ebenfalls wie ein neuronales Netz aufgebaut ist. Neuromorphe Chips werden nicht mehr programmiert, sondern erlernen die Dinge wie Kinder von ihren Eltern. Transistoren bilden Neuronen und werden durch Synapsen miteinander verbunden. Die Transistoren bestehen aus Silikon, welches auch für heutige Chips genutzt wird. Der Vorteil ist, das die Chipfabrikanten ihre Produktionshallen nicht umstellen müssen. So entsteht ein Netz aus tausenden Synapsen, die lernen können. Die Informationen fließen von einem Neuron zum anderen und wieder zurück (Rückkopplung). Der SyNAPSE Chip von IBM verfügt über ein Neuronales Netz bestehend aus 1 Million Neuronen und 256 Millionen Synapsen. Hier wird kein separater Speicher mehr benötigt. Prozessor und Speicher sind eins!

Nach Samsung und Intel ist Qualcomm drittgrößter Chiphersteller der Welt und investiert Millionen in Forschung und Entwicklung. Ein Gebiet ist die künstliche Intelligenz (KI).

Qualcomm's App ist fertig und neurmorphe Chips könnten in 2015 erste Anwendungen finden. Wir gehen fest davon aus, dass wir in diesem Jahrzehnt noch die allgemeine Marktreife der KI Chips sehen werden. Unsere Smartphones und Computer werden wir dann nicht mehr wiedererkennen. Sie dürfen sich uns dann neu vorstellen.

 

 

 

Medien

Qualcomm Uplink 2014 - ein Roboter erlernt die Klassifikation von Gegenständen Hong Chuan Low - youtube
Gelesen 2690 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 26 Juli 2018 09:45

Hot Stories

  • 1
  • 2
/** Begin Universal Analytics DISABLE COOKIE **/ /** Begin Universal Analytics **/