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Sonntag 23 September 2018

Wie hoch muss die Bildschirmauflösung bei Smartphone Displays sein?

Wie hoch muss die Bildschirmauflösung bei Smartphone Displays sein?

• Credits: iPhone & iPad on pixabay

Hohe Auflösung für Smartphone Displays?

Als Apple mit dem iPhone 4 im Juni 2010 das Retina Display einführte, war Apple der Konkurrenz ein gutes Stück voraus. Samsung, HTC und Co. waren mit ihren Modellen knapp ein Jahr später noch bei einer Auflösung von ca. 200 ppi (Samsung Galaxy S2 = 217 ppi). Mit einer Auflösung von 326 ppi lag Apple mit seinem iPhone Display über der magischen Marke von 300 ppi, bei der das menschliche Auge nur noch scharfe Kanten entdeckt. (Netzhaut = engl. Retina = Retina Display)

Einige Größen der Branche, wie z.B. Raymond Soneira (Präsident, Display Mate Technologies) haben vorgerechnet, das erst ab einer Auflösung von 447 ppi das menschliche Auge ein Bild als völlig scharf und pixelfrei wahrnimmt. Ein kurzer Test mit meinem iPhone 6, das eine Auflösung von 326 ppi hat: Hm, Pixel kann ich nicht erkennen und auch das in etwa gleich große Samsung Galaxy S5 mini hat nur 326 ppi, genauso wie das iPhone 6. Erst mit größeren Bildschirmdiagonalen steigt die ppi Zahl bei allen Herstellern wieder an.

Nur das Sharp Aquos mini SHL24 kann mit einer 4,5 Zoll großen Bildschirmdiagonale mit satten 487 ppi aufwarten. Respekt! 

Wofür benötigen wir eine hohe Pixeldichte?

Auf kleinen Displays (4 bis 5 Zoll) sind Auflösungen von 3xx ppi aus unserer Sicht natürlich voll ausreichend, da das menschliche Auge mit normalem Sichtabstand keine Unterschiede zu höheren Auflösungen bemerkt. Doch erstens werden Smartphone Displays immer größer und zweitens kann man bei einer höheren Pixeldichte besser und ohne Qualitätsverluste ins Bild zoomen, was bei Tablets aber eher wichtiger ist als bei den Smartphones.

  • Bei Smartphone Bildschirmdiagonalen von 4,5 Zoll sollte eine Auflösung von 300 ppi vollkommen ausreichend sein. Ab 5,5 Zoll droßen Displays achtet auf mindestens 400 ppi, damit der Spaß bleibt.

Lest  auch >> 3D Hologramme für Smartphones schon ab 2015 mit einer Auflösung von 5.000 ppi <

Sharps IGZO Display

Der Name IGZO wird aus dem Halbleitermaterial Indium-Gallium-Zink-Oxid abgeleitet. IGZO ist ein hochkristaliliner Oxid Halbleiter und ersetzt die amorphe Siliziumschicht. Das IGZO Display von Sharp besitzt 30 bis 50 mal beweglichere Elektronen als herkömliche LCD Bildschirme. Dadurch können Auflösungen jenseits von HD erreicht werden. Erst seit April 2012 ist die Herstellung der IGZO Panels massenproduktionstauglich. Sharp setzte mit seinen Displays einen Meilenstein im hart umkämpften Wettbewerb. 

Die IGZO Panels sollen nicht nur schärfer sein, sondern auch ca. 30% stromsparender, da die Bildpunkte mehr Licht durchlassen und somit die Hintergrundbeleuchtung nicht so intensiv sein muss. Apple wird wohl für das iPad Air 2, welches am kommenden Donnerstag (16. Oktober 2014) um 19 Uhr MET vorgestellt wird, ein IGZO Display verkünden. Damit dürfte die Pixeldichte des iPad 2 fast an die 500 ppi heranreichen. Für das iPad macht eine so hohe Auflösung großen Sinn, da Apple gerade im Bereich Medien und Grafik das Non-Plus-Ultra ist.

Qualcomm und Sharp haben etwas Neues  

Aus zwei mach eins. Sharps IGZO Technologie wird mit Qualcomm MEMS Technologie zusammen kommen. Beide haben ein Panel angekündigt, das die Vorteile der jeweiligen Technologien vereinen wird. Qualcomms MEMS Technologie (micromelectroechanical systems) wird wohl ähnlich der Mirasol Displays eingesetzt werden und eine weitere Schicht in Sharps IGZO Panels bilden. Durch winzige Spiegel, die entsprechend der Darstellung ausgerichtet werden können, wird jedes einzelne Pixel dargestellt. Da hier die Hintergrundbeleuchtung durch die von den Spiegeln reflektierte Sonneneinstrahlung ersetzt wird, soll das IGZO MEMS Display noch mal um Längen stromsparender sein. Der Strom wird nur für die Ausrichtug der Spiegel benötigt. Bei statischen Bildern entfällt der Stromverbrauch! Das ist ja wie der Kindle nur in Farbe. Wahnsinn!!!

Sharp hat das erste MEMS-IGZO Tablet für 2015 angekündigt. Hier die Spezifikationen: 7 Zoll WXGA, 1.280 x 800 Bildpunkte, Android 4.4 KitKat, LTE Unterstützung, wasserfest, SoC Qualcomm Snapdragon 800

Das Display der Displays von Mikro-OLED mit 5.347 ppi

Mit einer Bildschirmdiagonalen von 15,5 mm, also der Größe einer Briefmarke, schafft es der Hersteller Mikro-OLED satte 5.347 ppi unterzubringen. Auf gerade mal 0,61 Zoll tummeln sich also 2.560 x 2.048 Bildpunkte. Scharf ist halt nicht gleich scharf. Noch kein anderer Hersteller hat diese Auflösung erreicht und kann dann zusätzlich mit einem Kontrast von 100.000:1 aufwarten. Der Einsatz für Smartphones ist nicht vorgesehen aber auf Displays, die direkt vorm Auge positioniert werden sollen, gibt es weitreichende Einsatzmöglichkeiten.

Wir können gespannt sein, was bei den Bildschirmauflösungen in 2015 passiert. Denn die Displays sind für den enormen Akku-Verbrauch hauptverantwortlich.

Medien

IGZO Displaytechnologie kurz erklärt youtube - Sharp Electronic USA
Gelesen 2640 mal Letzte Änderung am Sonntag, 12 Oktober 2014 21:32

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